Kürzere Entwicklungszeiten für flexible Verpackungspapiere
Verpackungen aus Papier und Pappe
Koehler Innovation & Technology hat am Standort Oberkirch eine eigene vertikale Schlauchbeutelmaschine »Rovema BVC 260« in Betrieb genommen. Sie soll dazu beitragen, Tests für flexible Verpackungspapiere praxisnäher zu machen und Entwicklungszeiten zu verkürzen.

Vertreter, Projektbeteiligte und Maschinenexperten bei der Inbetriebnahme der neuen Verpackungsmaschine in Oberkirch. (Bild: Koehler-Gruppe).
Mit der Investition in eine Verpackungsmaschine erweitert Koehler die Entwicklungs- und Testmöglichkeiten für flexible Verpackungspapiere am Innovationscampus in Oberkirch. Die vertikale Schlauchbeutelmaschine »Rovema BVC 260« ergänzt bestehende Pilotanlagen, darunter eine Versuchsstreichmaschine, und ermöglicht es, papierbasierte Verpackungslösungen unter realitätsnahen Bedingungen zu prüfen. Neue Papierkonzepte können damit nicht nur im Pilotmaßstab hergestellt, sondern auch direkt hinsichtlich ihrer Verarbeitungseigenschaften auf Verpackungsanlagen bewertet werden. Bevor ein Konzept in die großtechnische Produktion überführt wird, lassen sich so Erkenntnisse zur Maschinengängigkeit und zur weiteren Produktentwicklung gewinnen.
Materialentwicklung und Anwendung rücken zusammen
Die Investition zielt darauf ab, Materialentwicklung und Anwendung enger zu verzahnen. Entwicklungszeiten für flexible Verpackungspapiere sollen kürzer werden, zugleich sollen sich Risiken vor der Markteinführung besser einschätzen lassen. Die Anlage ist Teil des Bereichs Technologie am Standort Oberkirch, in dem Fachleute an papierbasierten Lösungen für künftige Verpackungsanwendungen arbeiten.
Die Kombination aus Grundlagenforschung, angewandter Forschung und neuen Entwicklungsansätzen unterstützt die Arbeit an Lösungen für nachhaltige und kreislauffähige Produkte. Pilotversuche können dadurch laut Unternehmensangabe umfassender ausgewertet werden, weil die Verarbeitung auf einer Verpackungsmaschine direkt in den Entwicklungsprozess einfließt.
Tests entlang der Wertschöpfungskette
Mit der eigenen Verpackungsmaschine baut das Unternehmen seine Anwendungskompetenz für flexible Verpackungspapiere aus. Kunden sollen entlang des Produktlebenszyklus begleitet werden: von der Idee über Labor- und Pilotversuche bis hin zur Bewertung auf Verpackungsanlagen zur Entwicklung von Lösungen, die sowohl Anforderungen von Markenherstellern als auch technische Anforderungen moderner Verpackungsmaschinen berücksichtigen.
Die neue Testmöglichkeit unterstützt außerdem die Nachhaltigkeitsstrategie 2030. Sie zahlt auf das Ziel ein, erfolgreiche und zukunftsfähige Produkte und Services zu entwickeln. Weitere Informationen zum Fortschritt der Nachhaltigkeitsstrategie stellt das Unternehmen online bereit.


