Aseptische Fülltechnik erhöht Kapazitäten bei Euromilk

Artikel vom 6. August 2026
Verpackungen aus Kunststoff/Verbundverpackungen

Euromilk erweitert in der Slowakei seine aseptische Abfüllung mit der »Slimline 12 Aseptic« von SIG. Die neue Linie verarbeitet drei Packungsgrößen auf einer Maschine, unterstützt kurze Umrüstzeiten und kann auch Kartonmaterialien ohne Aluminiumschicht oder mit forstbasierten Polymeren nutzen.

Der slowakische Milchproduzent nimmt eine weitere Füllmaschine in Betrieb (Bild: SIG).

Der slowakische Milchproduzent nimmt eine weitere Füllmaschine in Betrieb (Bild: SIG).

Euromilk erweitert seine Produktionskapazitäten in der Slowakei und nimmt eine weitere aseptische Füllmaschine von SIG in Betrieb. Die Investition soll helfen, die steigende Nachfrage nach Trinkmilch, aromatisierter Milch, Sahne und pflanzlichen Getränken zu bedienen. Zugleich baut der Milchproduzent damit die bestehende Zusammenarbeit mit dem Anlagenanbieter aus.

Die Anlage »Slimline 12 Aseptic« füllt bis zu 12.000 Kartonpackungen pro Stunde ab. Auf derselben Maschine lassen sich die Größen 500, 750 und 1000 ml verarbeiten. Für den Formatwechsel werden die Kartonmäntel gewechselt, die Packungsgröße angepasst und die Parameter über das HMI, also die Mensch-Maschine-Schnittstelle, eingestellt. Die Umrüstzeit liegt laut Mitteilung bei weniger als 15 Minuten.

Flexible Formate für unterschiedliche Marktanforderungen

Die Füll- und Ultraschall-Siegelungstechnologie arbeitet mit Packungsmänteln. Wenn die Bodenmaße identisch sind, können Packungsgrößen, Formate und Verpackungsmaterialien mit kurzer Umrüstzeit gewechselt werden. Bei einfachen Designänderungen ist laut Mitteilung keine Umrüstung erforderlich.

Für Lebensmittelhersteller entsteht dadurch mehr Spielraum, Produkte in verschiedenen Packungsgrößen anzubieten und damit unterschiedliche Preisklassen, Verzehrsituationen und Vertriebskanäle zu bedienen. Vor dem Hintergrund wechselnder Verbrauchertrends kann der slowakische Milchproduzent sein Sortiment über die Kernkategorien hinaus erweitern, etwa um Hafermilch oder Barista-Milch.

Verpackungsmaterialien für aseptische Kartonpackungen

Nachhaltigkeit ist für das Unternehmen ein zentrales Thema, unter anderem im Rahmen des Programms »Kukkonia Green«. Die neue Füllanlage kann sowohl herkömmliches Kartonpackungsmaterial als auch Materialien ohne Aluminiumschicht sowie Varianten mit forstbasierten Polymeren verarbeiten.

Die Verpackungslösung »Terra Alu-free« wurde für flüssige Milchprodukte entwickelt und kommt bereits beim slowakischen Hersteller zum Einsatz. Ebenfalls genutzt wird »Terra Forest-based polymers«. Die Polymere für Verschluss und Kartonbeschichtung sind über ein nach ISCC PLUS unabhängig zertifiziertes Massenbilanzsystem mit forstbasierten, nachwachsenden Rohstoffen verbunden. Als Rohstoffbasis dienen Holzreste aus der Papierherstellung.

Effizienz und Sortimentserweiterung

Mit der Kombination aus aseptischer Abfüllung, kurzen Formatwechseln und der Verarbeitung unterschiedlicher Verpackungsmaterialien soll die Produktion effizienter werden. Die Technik unterstützt die Kapazitätserweiterung, ohne für jede Packungsgröße zusätzliche Maschinen einsetzen zu müssen.

Die Investition folgt auf ein Wachstum des Marktanteils in der Slowakei. Für den Hersteller ist die Anlage damit ein Baustein, um Produktionsvolumen, Sortimentsbreite und Verpackungsoptionen an die Nachfrage im Lebensmittel- und Getränkemarkt anzupassen.

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