Waschanlage für Fischkisten

Artikel vom 6. August 2026
Reinigung/Behandlung/Beschichtung

Mit einer speziell entwickelten Wasch- und Trocknungsanlage erweitert Bohrer sein Anwendungsportfolio für die Lebensmittelindustrie. Das System reinigt Fischkisten, Inlays und Deckel in getrennten Prozesslinien für hygienische Reinigung und energieeffiziente Trocknung.

Die Wasch- und Trocknungsanlage reinigt und trocknet bis zu 1000 Fischkisten pro Stunde (Bild: Bohrer).

Die Wasch- und Trocknungsanlage reinigt und trocknet bis zu 1000 Fischkisten pro Stunde (Bild: Bohrer).

Bohrer hat erstmals in seiner Firmengeschichte eine Wasch- und Trocknungsanlage für die Fischindustrie entwickelt. Das rund 14 m lange System entstand für ein neues Fischzerlegewerk des Lebensmittelherstellers Almarai in Saudi-Arabien und ist für die Reinigung und Trocknung von bis zu 1000 Fischkisten pro Stunde einschließlich Inlays und Deckeln ausgelegt.

Die Anlage arbeitet mit einem zweibahnigen Konzept. Während auf einer Linie Kisten und Inlays gereinigt und anschließend zentrifugal getrocknet werden, übernimmt die zweite Linie das Waschen und Trockenblasen der Deckel. Zur Ausstattung gehören eine integrierte CIP-Anlage, ein selbstreinigendes Filtersystem, eine Chemiedosierung sowie eine Leitfähigkeitsmessung. Damit trägt die Anlage dazu bei, den manuellen Reinigungsaufwand zu reduzieren.

Der Reinigungsprozess beginnt mit einer Vorwäsche unter Verwendung von aufbereitetem Wasser, um grobe Verschmutzungen ohne zusätzlichen Energie- oder Chemikalieneinsatz zu entfernen. Die Hauptreinigung erfolgt mit etwa 55 °C warmem Wasser und alkalischem Reinigungsmittel. Anschließend werden die Behälter mit rund 80 °C heißem Wasser gespült, bevor sie in die Trocknungsstation gelangen.

Für die Trocknung verwendet die Maschine eine Zentrifugallösung mit Servomotoren. Drei Kisten werden gleichzeitig mit mehreren Hundert Umdrehungen pro Minute rotiert. Innerhalb von etwa zwei Sekunden wird das Wasser durch Fliehkraft aus den Behältern entfernt. Nach Angaben des Unternehmens verbleibt eine Restfeuchte von rund 2 g, sodass die Kisten unmittelbar wieder für die Produktion zur Verfügung stehen.

Mit dem Projekt konnte der Maschinenbauer seine Erfahrungen aus anderen Bereichen der Lebensmittelindustrie auf Anwendungen in der Fischverarbeitung übertragen. Weitere Lösungen für unterschiedliche Produktionsbereiche sind laut Unternehmensangabe in Planung.

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