Entschwarten und Entfetten mit E-Antrieb
Projektierungen und Beratungen
Bettcher Industries stellt mit dem »Cyclone Skinner« ein elektrisch betriebenes Werkzeug für das Entschwarten und Entfetten vor. Es soll Proteinverarbeitern helfen, Schnittstärke, Ausbeute, Energieverbrauch und Bedienkomfort im Produktionsalltag besser zu steuern.

Das Werkzeug ist für das Entschwarten und Schwarteabziehen von Schweinefleisch ausgelegt und unterstützt die Bearbeitung von Schinken, Schultern, Bäuchen und Lachsen (Bild: Bettcher)
Bettcher Industries, Inc. beschreibt den »Cyclone Skinner« als elektrisch betriebenes Entschwartungswerkzeug für die Proteinverarbeitung, das auf Entschwarten, Schwarteabziehen und Entfetten ausgelegt ist. Das einhändig bedienbare System arbeitet laut Hersteller leise, ist vergleichsweise leicht und bietet eine präzise einstellbare Schnittstärke.
Ein Schwerpunkt liegt auf der flexiblen Anwendung bei unterschiedlichen Proteinarten. Das Werkzeug kann zum Entschwarten eingesetzt werden und eignet sich außerdem zum Entfetten von Schweine- und Rindfleisch. Auch die Nachbearbeitung der Oberfläche automatisch entschwarteter Schlachtkörper ist vorgesehen. Die 90-mm-Zahnwalze deckt eine größere Fläche ab und reduziert dadurch den Arbeitsaufwand für das Bedienpersonal. Seitenplatten in den Ausführungen dick, mittel und dünn unterstützen je nach Spezifikation und Tierkategorie eine gleichbleibende Schnittqualität und tragen zur Senkung des Verschnitts bei.
Anwendungen bei Schwein und Rind
Bei Schweinefleisch ist das System für Entschwarten, Schwarteabziehen und Entfetten ausgelegt. Genannt werden unter anderem die Produkte Schinken, Schultern, Bäuche, Lachse und Rücken sowie Korrekturbereiche, die zur Erlangung fettärmerer Endprodukte kontrolliert bearbeitet werden. Bei Rindfleisch eignet sich das Werkzeug für das Entfetten sowie für den intensiven Pre-Aponeurosis-Defatting-Prozess. Dabei wird mageres 98VL-Rindfleisch für Endprodukte wie Premium-Burger erzeugt.
Das System ist ähnlich aufgebaut wie ein Trimmer und besteht aus Motor sowie Antriebseinheit. Der Motor verfügt über eine Start-/Stopp-Funktion und kann je nach Anwendung mit 9000 oder 6500 U/min oder auch mit geringerer Drehzahl betrieben werden.
Einhändige Bedienung und geringerer Energiebedarf
Das Werkzeug kann mit einer Hand gestartet und gestoppt werden. Zusammen mit der selbstführenden, hochgriffigen Zahnwalze soll das die Handhabung erleichtern, Bedienfehler reduzieren und die Arbeitssicherheit verbessern. Der elektrische Antrieb senkt den Energieverbrauch gegenüber pneumatisch betriebenen Geräten laut Herstellerangaben um bis zu 90 %.
Mit einem Geräuschpegel von weniger als 77 dB(A) ist das Werkzeug auf einen geräuscharmen Betrieb ausgelegt. Das ergonomische Design soll körperliche Ermüdung reduzieren und damit stabile Arbeitsabläufe in der Produktion unterstützen. Entwickelt wurde das Werkzeug in Zusammenarbeit mit Kunden, um höhere Arbeitsgeschwindigkeiten in Produktionslinien zu ermöglichen.
Auch ungelerntes Personal soll innerhalb kurzer Zeit in der Anwendung geschult werden können. Die Inbetriebnahme und Schulung durch den Anbieter dauert laut Hersteller in der Regel wenige Stunden.


