Alkoholreduzierte und alkoholfreie Getränke im Fokus

Artikel vom 17. Februar 2020
Produktionsstoffe zur Herstellung von AfG

Analog zu Softdrinks und Erfrischungsgetränken macht auch bei den alkoholischen Getränken der große Gesundheitsboom nicht Halt. Die Konsumgewohnheiten der Verbraucher verschieben sich und schaffen neue Absatzmärkte für alkoholreduzierte und alkoholfreie Varianten der gängigen alkoholischen Produktkategorien.

Die vielfältigen Konzepte von Austria Juice rund um Cider, Fruchtwein, Secco und Bier-Mixgetränke sorgen für Alleinstellungsmerkmale am Markt. Bild: Istock via Austria Juice

Bei den Verbrauchern wächst das Bewusstsein für einen moderaten Umgang mit Alkohol, was dazu führt, dass der Alkoholkonsum zurückgeht. Dabei können vor allem die jüngeren Konsumentengruppen als Vorreiter dieses Trends angesehen werden. Laut Studie gibt fast ein Drittel der 16- bis 25-Jährigen in Großbritannien an, keinerlei Alkohol zu konsumieren (BMC Public Health 2018, 18:1090) – eine Zahl, die sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht hat. Bei den 25- bis 34-jährigen Briten liegt die Zahl derer, die ihren Alkoholkonsum reduzieren möchten oder reduziert haben, bei 65 Prozent (IWSR 2019 Low- and No-Alcohol Report). Dass gerade die jüngeren Generationen den Abstinenzgedanken vorantreiben, stützt auch eine Studie von Diageo, die besagt, dass 46 Prozent der unter 35-Jährigen regelmäßig zu einem Mocktail (nicht alkoholischer Cocktail) greifen, verglichen mit nur 16 Prozent bei den über 35-Jährigen (Diageo identifies low and no alcohol as number one trend for 2019 – Harpers Wine & Spirit Trade News).

Auf Alkohol zu verzichten, ist gesellschaftsfähig geworden. Im Allgemeinen ersetzen Verbraucher ihr klassisches Getränk jedoch nur ungern durch einen Softdrink und sind daher auf der Suche nach der passenden Alternative. Denn trotz des Verzichts auf Alkohol möchten sie nicht die geschmacklichen Noten von Bier, Wein oder Cider missen. Aufgrund dieses Bedürfnisses und der seit Jahren gestiegenen sensorischen Qualität der alkoholfreien Produkte – wodurch auch die Verbraucherakzeptanz deutlich gestärkt wurde – finden viele neue Produktvarianten mit geringeren Alkoholgehalten oder als gänzlich alkoholfreie Variante den Weg in den Handel und zum Verbraucher. Auch die Marktzahlen sprechen für sich. Obwohl in Deutschland der Gesamtabsatz an alkoholhaltigen Getränken zurückgeht, wuchs der Absatz für Getränke der Unterkategorie mit niedrigem Alkoholgehalt sowie den alkoholfreien Alternativen. Bis zum Jahr 2022 werden dieser Produktkategorie in Deutschland gute Wachstumsraten vorhergesagt. Im genannten IWSR-Report werden die Spirituosen-Alternativen mit +14,4 Prozent geführt, dicht gefolgt von Ready-to-Drink (+13,3 Prozent) und Cider (+11,4 Prozent). Der Zuwachs bei Wein (+4 Prozent) wird hauptsächlich von der Unterkategorie alkoholfreier Seccos und Schaumweine getrieben. Dem in Deutschland bereits gut besetzten Markt für alkoholfreies Bier wird ein moderates Plus prognostiziert (+1,6 Prozent). Die Wachstumsraten für die vergleichbaren Produkte liegen in den USA und Großbritannien sogar noch deutlich höher.

Alkoholreduzierte und alkoholfreie Produkte kommen mittlerweile genauso vielfältig und facettenreich daher wie die ursprünglichen alkoholhaltigen Getränke. Neben den mit klassischen Zutaten erzeugten, nicht aromatisierten Varianten von Bier, Wein, Cider und Spirituosen hat sich eine große Bandbreite an Produkten mit außergewöhnlichen Geschmackskombinationen und neuen natürlichen Inhaltsstoffen entwickelt. Der Trend des gesunden Lebensstils einerseits und das stetige Kundenverlangen nach neuen, aufregenden Produktkonzepten, die Verbrauchern sensorische, optische und inhaltliche Erlebnisse bieten, lassen sich in dieser Kategorie bestens verschmelzen. Vom alkoholfreien Cider mit tropischer Frucht und würzigen Extrakten bis hin zum Ready-to-Drink-Cocktail aus alkoholfreiem Fruchtwein, kombiniert mit Säften und Botanicals, wird dem Verbraucher alles geboten. Alkoholfreie Varianten sind längst nicht mehr die belächelte Alternative zum Ursprungsprodukt, sondern eine trendige, eigenständige Kategorie – gleichermaßen für den Außer-Haus-Markt als auch für den privaten Konsum.

Die Kategorie unterliegt einer dynamischen Entwicklung, doch oft mangelt es Getränkeherstellern an den notwendigen Ressourcen und der technischen Infrastruktur, um kontinuierlich innovative Getränke zu lancieren. Bei Austria Juice, nicht zuletzt auch durch das Kompetenzzentrum für Cider- und Fruchtweinprodukte in Bingen am Rhein, erhält der Kunde die Komplettlösung aus einer Hand. Dies umfasst sowohl die kreative und technologische Getränkekonzeption als auch die technologische Begleitung der Abfüllung vor Ort. Der Kunde kann aus einem modularen System wählen, beispielsweise das füllfertige Produkt als Convenience-Lösung, oder auch einzelne Komponenten wie Cider-Basis, Fruchtwein, Compound oder das Aroma. Alle Entwicklungen werden von den Experten auf lokale Gesetzeskonformität geprüft.

Mit voranschreitendem Wachstum der Kategorie werden die Regale der Händler, die Getränkekarten der Horecas und nicht zuletzt die Gaumen der Konsumenten sicherlich noch stärker bereichert. Somit darf man gespannt sein, welche Kompositionen sich in den kommenden Jahren etablieren werden.

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