Automatisierte Druckbildkontrolle unterstützt Qualitätssicherung bei variopack

Artikel vom 13. Juli 2026
Etiketten und Druck

Mithilfe des »EyeC Proofiler 600 DT« von der EyeC GmbH prüft die variopack Lohnfertigungen GmbH Druckmaterialien automatisiert. Ziel sind nachvollziehbare Freigaben, weniger manuelle Sichtkontrollen und mehr Sicherheit im GMP-Umfeld.

Die Einführung des Inspektionssystems ist für variopack ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der internen Qualitätsprozesse (Bild: EyeC).

Die Einführung des Inspektionssystems ist für variopack ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der internen Qualitätsprozesse (Bild: EyeC).

Die variopack Lohnfertigungen GmbH aus Nidda ist seit über vier Jahrzehnten auf Lohnverpackung spezialisiert. Der Co-Packer arbeitet für Kunden aus den Bereichen Lebensmittel, Arzneimittel, Kosmetik und Haushaltshygiene. Rund 250 Mitarbeitende, mehr als 100 modular aufgebaute Verpackungsaggregate und über 40 separate Produktionsräume ermöglichen es, unterschiedliche Kundenanforderungen flexibel abzubilden. Zertifizierungen wie IFS Food Version 8 auf höherem Niveau, die behördliche Herstellerlaubnis nach §13 Abs. 1 und §72 Abs. 1 Arzneimittelgesetz sowie ein Bio-Zertifikat zeigen, welche Rolle geregelte Qualitätsprozesse im Unternehmen spielen.

Im Tagesgeschäft prüft der Co-Packer zahlreiche Verpackungsdesigns, Sprachversionen und kundenspezifische Varianten. Gerade bei ähnlichen Layouts oder kleinen Textänderungen wurde die visuelle Kontrolle anspruchsvoller. Abweichungen im Druckbild ließen sich manuell nur mit hohem Zeitaufwand erkennen. Zudem hing die Prüfung stark von der Konzentration und der Erfahrung des Personals ab. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und schnelle Freigaben. Deshalb sollten die bestehenden Prozesse technisch unterstützt werden, ohne die fachliche Bewertung durch das Qualitätsmanagement zu ersetzen.

Das Inspektionssystem unterstützt interne Qualitätsstandards sowie regulatorische Anforderungen (Bild: EyeC).

Das Inspektionssystem unterstützt interne Qualitätsstandards sowie regulatorische Anforderungen (Bild: EyeC).

Auswahl und Integration

Gesucht wurde eine Lösung, die freigegebene Druckdaten mit angeliefertem Material vergleicht und die Prüfung strukturiert dokumentiert. Im Auswahlprozess standen technische Möglichkeiten, einfache Bedienung, Flexibilität, Integration in bestehende Abläufe, Support, Vor-Ort-Installation und Schulung im Fokus. Auch die Anforderungen des GMP-Umfelds waren relevant.

Nach Marktanalyse, Anbietervergleich und Gesprächen mit Lieferanten sowie Branchenpartnern fiel die Entscheidung auf eine Lösung der EyeC GmbH: das Inspektionssystem »EyeC Proofiler 600 DT«. Ausschlaggebend waren unter anderem die ISO-konforme Barcode-Prüfung, die Möglichkeit zur Braille-Höhenmessung sowie das Zusammenspiel aus Funktionalität, Beratung und Begleitung bei der Einführung.

Das scannerbasierte Inspektionssystem kombiniert hochauflösende Scantechnologie mit Prüfsoftware. Druckerzeugnisse werden digital mit freigegebenen Referenz-PDFs verglichen. Neben Texten, Grafiken, Farben und Codes kontrolliert das System auch die Druckqualität. Geprüft werden unter anderem Folien, Faltschachteln, Etiketten, Kartons und Gebrauchsinformationen. Durch die Begleitung bei Installation und Schulung konnte die Lösung in den Produktionsalltag eingebunden werden.

Prüfungen im laufenden Betrieb

Seit der Einführung werden durchschnittlich 10 bis 20 Prüfungen pro Tag durchgeführt. Die Kontrollen erfolgen vorwiegend stichprobenartig, um mögliche Druckbildabweichungen früh zu erkennen und Freigaben nachvollziehbar zu dokumentieren.

 

Die Prüfung erfolgt stichprobenartig (Bild: EyeC).

Die Prüfung erfolgt stichprobenartig (Bild: EyeC).

Definierte Akzeptanzkriterien helfen dabei, Abweichungen einheitlich zu bewerten. Fehlerhaftes Material kann so vor der weiteren Verarbeitung auffallen. Das reduziert das Risiko von Nacharbeiten oder Rückrufen und entlastet die manuelle Sichtprüfung.

Nutzen für das Qualitätsmanagement

Die automatisierte Inspektion verkürzt Freigabeprozesse, weil Prüfungen direkt vor Ort und innerhalb kurzer Zeit möglich sind. Das Personal kann sich stärker auf die fachliche Bewertung konzentrieren, statt zeitintensive visuelle Vergleiche durchzuführen. Gleichzeitig werden alle Prüfungen reproduzierbar dokumentiert. Damit unterstützt das System interne Qualitätsstandards sowie regulatorische Anforderungen im GMP-Umfeld. Für den Co-Packer ist die Lösung inzwischen ein fester Bestandteil des Prüf- und Freigabeprozesses und hilft dabei, steigende Anforderungen an Variantenvielfalt, Regulatorik und Dokumentation zu bewältigen.

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