Biomethan aus Brauerei-Reststoffen
Klimatechnik, Luft- und Gasversorgung
Mit einer Biomethananlage für Evergreen Agricultural Enterprises baut Weltec Biopower seine Aktivitäten im irischen Markt aus. Die Anlage verarbeitet Produktionsrückstände aus der Bier- und Whiskeyindustrie zu Biomethan und verbindet hohe Verarbeitungskapazität mit der Einspeisung in das öffentliche Gasnetz.

Die Biomethananlage verarbeitet Produktionsrückstände aus der irischen Bier- und Whiskeyindustrie zu Biomethan (Bild: Weltec Biopower).
Weltec Biopower errichtete für Evergreen Agricultural Enterprises Limited in Monasterevin, Irland, eine Biomethananlage, die vier Fermenter und einen Nachgärer aus Edelstahl mit jeweils 4900 m³ Volumen sowie drei weitere Behälter zur Lagerung flüssiger Substrate umfasst. Mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Mio. Euro zählt die Anlage laut Unternehmensangabe zu den größten Biomethanprojekten des Landes.
Als Einsatzstoffe dienen überwiegend Produktionsrückstände und Nebenprodukte der irischen Bier- und Whiskeyindustrie. Diese Reststoffe stehen in ausreichender Menge zur Verfügung und konkurrieren nicht mit der Futtermittelproduktion. Ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von etwa 1 MW versorgt die Anlage mit Strom und Prozesswärme. Die Biomethananlage soll jährlich rund 165.000 t Substrate verarbeiten. Das erzeugte Biogas wird mithilfe einer Membranaufbereitung zu Biomethan veredelt und über einen rund 20 m entfernten Einspeisepunkt in das öffentliche Gasnetz eingespeist. Nach der Inbetriebnahme soll die Anlage stündlich etwa 1300 Normkubikmeter Biomethan produzieren. Dies entspricht einem Energieäquivalent von rund 110 GWh/Jahr.
Die jährlich anfallenden rund 65.000 t Gärreste werden in einer überdachten Betonlagune gelagert, in flüssige und feste Fraktionen getrennt und anschließend als Dünger an landwirtschaftliche Betriebe abgegeben. Mit dem Projekt unterstützt der Anlagenbauer die Ausbauziele Irlands im Bereich Biomethan. Die Regierung plant, die inländische Biomethanproduktion bis 2030 auf 5,7 TWh/Jahr zu steigern. Neben der Erweiterung bestehender Anlagen sollen dafür neue Biomethananlagen wie das Projekt in Monasterevin entstehen.


