Die Produktion wächst, das Lager nicht
Lagertechnik und Fördereinrichtungen
Swisslog zeigt, wie automatisierte Lagersysteme die Gebäudehöhe konsequenter ausnutzen als konventionelle Konzepte und dabei ohne Neubauten zusätzliche Kapazität entsteht.

Bei einem Snackhersteller konnte die Lagerkapazität über mehrere Modernisierungsprojekte hinweg innerhalb von 22 Jahren um rund 300 % erhöht werden (Bild: Swisslog).
Es beginnt meist harmlos: Ein neues Produkt kommt hinzu, die Nachfrage steigt, die Produktion legt nach. Nur das Lager bleibt, wo und wie es ist. Später stehen Paletten dort, wo die Fertigungsprozesse laufen sollten, Außenlager werden angemietet, Transporte vervielfacht. Aus einem Platzproblem wird ein Kostenproblem – und zunehmend ein Wettbewerbsnachteil.
Viele Standorte der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind über Jahrzehnte gewachsen. Die Produktion bekam Flächen, das Lager musste sich arrangieren. Heute sind die Grundstücke voll, Erweiterungen teuer oder unmöglich. Externe Lager schaffen Luft, machen Warenflüsse aber komplizierter und erhöhen die Abhängigkeit von Transportwegen. Aktuelle Beispiele wie das Niedrigwasser im Rhein zeigen, wie schnell Lieferketten bei Hitzeperioden ins Stocken geraten und Kosten steigen. Damit rückt das Lager aus seiner eher nachgelagerten Rolle ins Zentrum unternehmerischer Entscheidungen, denn ausreichende Lagerkapazitäten entscheiden heute mit darüber, ob Unternehmen zuverlässig produzieren und liefern können – und damit wettbewerbsfähig bleiben.
Die naheliegende Antwort wäre: mehr Fläche. Doch oft liegt die bessere Lösung im Bestand. Automatisierte Lagersysteme nutzen die Gebäudehöhe konsequenter als konventionelle Konzepte. So entsteht zusätzliche Kapazität, ohne Neubau.
Wie groß der Effekt sein kann, zeigt ein internationaler Snackhersteller. Gemeinsam mit Swisslog erhöhte das Unternehmen seine Lagerkapazität über mehrere Modernisierungsprojekte hinweg innerhalb von 22 Jahren um rund 300 %. Ein neuer Standort war dafür nicht nötig. Zugleich wurden Warenflüsse vereinfacht und die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen.
Der Engpass ist also nicht nur der fehlende Platz, sondern auch der Umgang mit dem vorhandenen. Wer sein Lager intelligenter organisiert und automatisiert, gewinnt Kapazität, senkt Komplexität und macht den Standort robuster. Die Reserve ist oft längst da. Sie liegt nur ein paar Meter höher.



