Einpunktverriegelung sichert einen der größten Lebensmittelautomaten

Artikel vom 21. März 2024
Produktionsbereich allgemein

Frisches Gemüse aus dem Automaten – und das im großen Stil. Vor dieser Aufgabe stand der französische Anlagenbauer Bertholon SA. Von Grund auf entwickelte das Familienunternehmen einen der größten Lebensmittelautomaten mit 160 einzelnen Schließfächern. Um jedoch das zuverlässige Öffnen und Schließen dieser Fächer auch bei niedrigen Temperaturen von vier Grad Celsius zu gewährleisten, setzten die Verantwortlichen auf die Verschlusslösung des Branchenexperten Emka France.

Der komplette Automat ist in einem Kühlraum untergebracht und bietet Zugang zu 160 Fächern mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten (Bild: Chez Chambe).

Der komplette Automat ist in einem Kühlraum untergebracht und bietet Zugang zu 160 Fächern mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten (Bild: Chez Chambe).

Bereits seit 1957 mischt das Familienunternehmen Bertholon SA maßgeblich auf dem französischen Maschinenmarkt mit. Das Portfolio umfasst maßgeschneiderte Industrieanlagen für unterschiedliche Branchen. Dabei hat sich das französische Unternehmen vor allem auf die Entwicklung und Herstellung von Spezialmaschinen für die Lebensmittelindustrie spezialisiert. Vom ersten Anlagenkonzept über die Montage bis hin zur Schulung des Personals – der Betrieb begleitet seine Kunden bis zur betriebsbereiten Maschine. So konnte der Maschinenbauer über die Jahre besonders durch die Umsetzung kundenspezifischer Aufträge überzeugen.

Der Bau eines Lebensmittelautomaten in dieser Größe erforderte von Bertholon eine komplette Neuplanung, bei der der Maschinenbauer von Emka France unterstützt wurde (Bild: Bertholon).

Der Bau eines Lebensmittelautomaten in dieser Größe erforderte von Bertholon eine komplette Neuplanung, bei der der Maschinenbauer von Emka France unterstützt wurde (Bild: Bertholon).

Gerade wegen dieser Kundennähe kam der Bio-Obst- und -Gemüseproduzent Chez Chambe auf den französischen Maschinenbauer zu, als dieser einen Partner für die Neuentwicklung eines Lebensmittelautomaten suchte. Zwei Hauptanforderungen standen dabei im Mittelpunkt: Die Anlage sollte nicht nur über 160 einzelne, zum Teil unterschiedlich große Fächer verfügen, sondern auch für den Einsatz in einem Kühlraum ausgelegt sein. Eine besondere Herausforderung stellten die Schließsysteme der einzelnen Fächer dar. Diese sollten einerseits elektronisch funktionieren, andererseits aber auch den Temperaturen standhalten. Daher entschieden sich die Verantwortlichen dafür, einen externen Experten mit ins Boot zu holen.

Kundenbetreuung ist entscheidendes Kriterium

Für die Entwicklung und Lieferung des elektronischen Schließsystems wandte sich Bertholon an zwei bereits bekannte Unternehmen. Nachdem die ersten Entwürfe von beiden Seiten präsentiert worden waren, entschieden sich die Verantwortlichen schließlich für Emka France, von dem der Maschinenbauer bereits in der Vergangenheit Scharniere bezogen hatte. Von Bedeutung war auch der gute Ruf, den sich der Anbieter im Bereich Verschlussanlagen erarbeitet hatte. Ausschlaggebend war nach Angaben von Geschäftsführer Pierre Bertholon allerdings ein anderer Punkt: »Beide Bewerber hatten uns ein sehr gutes Produkt zu einem vergleichbaren Preis präsentiert. Neben der Qualität der Lösung legen wir aber auch großen Wert auf eine gute Betreuung und da hat das Engagement von Jean Louis Vellot von Emka France letztendlich den Unterschied gemacht.«

Elektronische Einpunktverriegelung in jedem Schließfach

Der Maschinenbauer hatte mehrere Anforderungen an die Verschlusslösung: Neben der Kältebeständigkeit und der elektronischen Öffnung musste auch die Verwaltung allein durch den Automaten möglich sein. Damit der Automat weiß, ob ein Fach offen oder geschlossen ist, muss eine Rückmeldung des Schließsystems an die Steuerung erfolgen. Nur so erkennt der Automat, ob ein Fachinhalt entnommen wurde und die Abrechnung per Bankkarte über das gesicherte Banknetz eingeleitet werden kann.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat sich der Maschinenbauer für die elektronische Einpunktverriegelung mit Notöffnung des Typs »3000-U301-02« entschieden.

Die einzelnen Fächer sind mit der elektronischen Einpunktverriegelung mit Notöffnung gesichert. In der Version »Basic delayed Re-Lock« öffnet diese nur bei externer Energiezufuhr (Bild: Bertholon).

Die einzelnen Fächer sind mit der elektronischen Einpunktverriegelung mit Notöffnung gesichert. In der Version »Basic delayed Re-Lock« öffnet diese nur bei externer Energiezufuhr (Bild: Bertholon).

Emka bietet das System in vier verschiedenen Ausführungen an. Für den Lebensmittelautomaten empfiehlt sich die Variante »Basic delayed Re-Lock«. Dabei öffnet die Verriegelung des Systems durch Energiezuführung und bleibt in der Position »offen«, solange die Versorgungsspannung am Gerät anliegt. Um das Verschlusssystem mit Spannung zu versorgen, wird auch das erforderliche Adapterkabel geliefert.

Da die gesamte Anlage von Grund auf neu konzipiert werden musste, konnten die einzelnen Edelstahlfächer eins zu eins an die Einpunktverriegelung mit Notöffnung angepasst werden. So waren die Verbindung zum Automaten per Kabel und die Anbindung an das Zahlungssystem problemlos möglich.

Neuentwicklung trägt schnell erste Früchte

Für beide Unternehmen war das Projekt eine Premiere. Von der ersten Studie über die Umsetzung bis hin zu letzten Anpassungen dauerte die Fertigstellung rund ein Jahr. »Die Entwicklung war ein voller Erfolg. Bis heute habe ich auf dem gesamten Markt keinen ähnlich ausgereiften Lebensmittelautomaten in dieser Größenordnung gefunden«, sagt Jean Louis Vellot.

Diese Aussage wird auch vom Endkunden bestätigt, der direkt weitere Automaten bestellt hat. Bis es so weit ist, will Bertholon die Anlage aber noch weiter anpassen, um auch die Herstellungskosten zu optimieren. Dabei setzt das französische Familienunternehmen weiterhin auf die Verschlusssysteme von Emka France.

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