Hinterkopf erweitert Portfolio für Direct-to-Shape-Digitaldruck
Etikettier- und Ausstattungsmaschinen
Die Hinterkopf GmbH übernimmt per Asset-Deal Know-how, Patente, Maschinen und Ersatzteile von Velox Pure Digital Ltd. Damit ergänzt der Maschinenbauer sein Portfolio für den industriellen Digitaldruck Direct-to-Shape und plant drei Baureihen für unterschiedliche Marktanforderungen.

Bild: Hinterkopf.
Hinterkopf erweitert sein Portfolio im industriellen Digitaldruck. Grundlage ist ein Asset-Deal mit dem Insolvenzverwalter von Velox Pure Digital Ltd. Übernommen werden laut Unternehmensinformation unter anderem Patente, bereits gefertigte Maschinen und Ersatzteile. Juristische Verpflichtungen gehen laut Mitteilung nicht über. Ziel ist es, vorhandene Technologien und zusätzliches Know-how zu bündeln und damit unterschiedliche Anforderungen im Verpackungsmarkt gezielter abzudecken.
Im Fokus stehen Anwendungen für zylindrische Hohlkörper, etwa in der Verpackungs- und Getränkedosenproduktion. Der Maschinenbauer sieht im digitalen Direktdruck auf Behälter eine Möglichkeit, schneller auf Konsumentenerwartungen, kürzere Produktlebenszyklen, wachsende Variantenvielfalt und individualisierte Verpackungen zu reagieren. Die Verpackungsdekoration bleibt dabei ein wichtiger Faktor am Point of Sale, weil sie den ersten Eindruck eines Produkts prägt.
Drei Baureihen für unterschiedliche Anforderungen
Geplant ist ein Portfolio mit drei Modellreihen. Die »DX-Serie« ist auf Flexibilität bei Länge und Durchmesser sowie auf kleine Losgrößen ausgelegt. Sie soll Inhouse-Lösungen ermöglichen, mit denen Anwender schneller auf Markttrends reagieren können. Zudem wird ein geringerer Investitionsbedarf genannt, wodurch sich der Return on Investment auch bei niedrigeren Betriebszeiten früher erreichen lassen soll.
Die »D-Serie« ist seit 15 Jahren am Markt und auf hohe Druckauflösung sowie fotorealistische Druckbilder ausgerichtet. Laut Mitteilung sind weltweit mehr als 60 Maschinen im kontinuierlichen Einsatz. Die neue »V-Serie« soll den Geschwindigkeitsaspekt stärker in den Digitaldruck bringen. Sie zielt auf höheren Output und Produktionskosten auf marktüblichem Niveau.
Anwendungen für zylindrische Hohlkörper
Mit der Differenzierung der Baureihen will Hinterkopf verschiedene Branchenanforderungen bedienen. Statt eine einheitliche Lösung für alle Märkte anzubieten, sollen die Digitaldruckmaschinen je nach Einsatzfeld spezifiziert werden. Entscheidend sind dabei bestehende Marktbedingungen, die von Herstellern, Abfüllern und Marken vorgegeben werden.
Das zusätzliche Know-how aus dem Asset-Deal soll mittel- bis langfristig in die Weiterentwicklung bestehender Technologien einfließen, wovon sowohl bisherige Kunden als auch Anwender der übernommenen Technologie profitieren. Im Zentrum steht der Ausbau industrieller Direct-to-Shape-Anwendungen für Verpackungen, bei denen Flexibilität, Druckqualität und Geschwindigkeit je nach Markt unterschiedlich gewichtet werden.



