Leckageüberwachung für Ventilinseln

Artikel vom 16. Juni 2026
Ventile

Mit einer neuen Softwarefunktion für die Ventilinsel »Typ 8652« erweitert Bürkert sein Portfolio zur Prozessüberwachung. Die Lösung erkennt Druckluftleckagen im laufenden Betrieb und trägt damit zur Kostensenkung bei.

Identifizierte Leckagen an Schläuchen und Verschraubungen können schnell ein großes Einsparpotenzial ergeben (Bild: Bürkert).

Identifizierte Leckagen an Schläuchen und Verschraubungen können schnell ein großes Einsparpotenzial ergeben (Bild: Bürkert).

Bürkert Fluid Control Systems hat eine Softwarefunktion entwickelt, die Ventilinseln kontinuierlich auf Druckluftleckagen überwacht. Die Lösung ist in die Steuerung der Ventilinsel »Typ 8652« integriert und arbeitet ohne zusätzliche Hardwarekomponenten. Die Software erfasst dabei permanent die Schaltzeiten der einzelnen Ventilfunktionen. Dafür wird die Zeit zwischen dem Schalten des Pilotventils und dem Erreichen der Endlage des Antriebs gemessen. Veränderungen der Laufzeiten werden automatisch erkannt und als Warnmeldung ausgegeben.

Die Diagnosefunktion unterstützt Anwendungen in Pharma-, Biotechnologie- sowie Lebensmittelanlagen, in denen Druckluft als sauberer Energieträger zur Ventilsteuerung eingesetzt wird. Ziel ist es, schleichende Leckagen und Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Energieverluste zu reduzieren. Die Warnungen werden direkt auf dem Display der Ventilinsel sowie über das angeschlossene Bussystem ausgegeben. Da die einzelnen Ventilbaugruppen separat überwacht werden, lassen sich Fehler gezielt lokalisieren und schneller beheben.

Neben Leckagen können verlängerte Schaltzeiten laut Hersteller auch auf Dichtungsverschleiß oder weitere produktionstechnische Probleme hinweisen. Die permanente Überwachung soll dazu beitragen, Reaktionszeiten zu verkürzen und die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen.

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