Modulares Armaturensystem
Armaturen
Das modulare Armaturensystem »Modu One« von AVA umfasst einheitliche Baulängen, standardisierte Ersatzteile und eine digitale Dokumentation. Damit sollen Planung, Montage und Wartung für Anlagenbau und Betreiber vereinfacht werden.

Die Komponenten des Armaturensystems sind aufgrund einheitlicher Abmessungen innerhalb einer Nennweite ohne weitere Modifikationen austauschbar (Bild: AVA).
AVA bietet sein modulares Armaturensystem »Modu One« exklusiv im deutschsprachigen Markt an. Es wurde entwickelt, um den Planungs-, Montage- und Wartungsaufwand in verfahrenstechnischen Anlagen zu reduzieren. Grundlage ist ein Baukastenprinzip, bei dem alle Armaturen einer Nennweite und Rohrklasse über einheitliche Baulängen verfügen und ohne Änderungen an der Rohrleitungsgeometrie gegeneinander ausgetauscht werden können. Zum System gehören etwa Kugelhähne, Rückschlagklappen sowie vorkonfigurierte Double-Block-and-Bleed-Kombinationen. Durch die Standardisierung entfallen bei Änderungen im Planungsprozess aufwendige Neukalkulationen. Aufgrund der Modularität reduziert sich zudem die Zahl der vorzuhaltenden Komponenten, was Lagerhaltung und Ersatzteillogistik vereinfacht.
Das System wird unter anderem für Anwendungen in der Energieerzeugung, Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie sowie für Wasser- und Abwasseranlagen, Biogas- und Wasserstoffanwendungen empfohlen.
Für die Montage verfügt der Baukasten über einen werkzeuglosen Schnellverschluss zur Installation und Demontage der Antriebe. Eine mechanische Codierung der Antriebswelle stellt sicher, dass der Antrieb nur in der vorgesehenen Position montiert werden kann. Nach Angaben des Anbieters lässt sich der Montageaufwand dadurch um bis zu 50 % reduzieren.
Ergänzt wird das System durch die digitale Dokumentationsplattform »Modu Cloud«. Jede Armatur besitzt eine eindeutige Identifikationsnummer, über die Materialzeugnisse, technische Daten, Prüfzertifikate und weitere Informationen abrufbar sind. Bei Kugelhähnen wird zusätzlich das gemessene Aufbrechdrehmoment dokumentiert. Diese Daten ermöglichen eine bedarfsgerechte Auslegung der Antriebe und können den Ressourcenbedarf bei der Automatisierung reduzieren.


