Multiprozessanlagen für Laborversuche

Artikel vom 7. August 2026
Produktionsbereich allgemein

Hosokawa Alpine integriert die Feinprallmühle »UPZ 100 III« in seine Multiprozessanlagen. Die mobile Anlagenperipherie kann damit weitere Mahlprozesse abbilden und unterstützt Labor- und Pilotversuche für Produkte, deren Mahleigenschaften vorab schwer einzuschätzen sind.

Durch die Kombination verschiedener Mühlen- und Prozessmodule können neue Produkte schneller entwickelt und Produktionskonzepte sicher skaliert werden (Bild: Hosokawa Alpine).

Durch die Kombination verschiedener Mühlen- und Prozessmodule können neue Produkte schneller entwickelt und Produktionskonzepte sicher skaliert werden (Bild: Hosokawa Alpine).

Mit einer universellen Aufnahmelösung bindet Hosokawa Alpine die Feinprallmühle »UPZ 100 III« in das bestehende Multiprozessanlagenkonzept ein. Die Erweiterung richtet sich an Anwendungen, bei denen in Entwicklung, Labor oder Pilotanlage unterschiedliche Mahlprozesse getestet werden müssen. Gerade wenn Mahleigenschaften neuer Produkte vorab nicht zuverlässig bekannt sind, soll die gemeinsame Anlagenperipherie dabei unterstützen, Prozessvarianten schneller zu prüfen und Anlagenkonzepte belastbar vorzubereiten.

In der Produktentwicklung werden häufig verschiedene Mühlentypen benötigt. Zusätzlich kann es erforderlich sein, einen Sichter oder eine Sichtermühle in den Prozess einzubinden. Mehrere separate Anlagen beanspruchen dafür Platz und erschweren den Wechsel zwischen Prozessschritten. Das Multiprozessanlagensystem setzt stattdessen auf eine mobile Anlagenplattform, an der verschiedene Aggregate betrieben werden können. Die benötigten Module lassen sich je nach Aufgabe wechseln, ohne für jeden Prozess eine eigene Anlagenperipherie aufzubauen.

Eine Plattform für mehrere Mahlprozesse

Das System ermöglichte bislang die Anbindung von bis zu sieben unterschiedlichen Mühlentypen an eine Anlagenperipherie. Mit dem zusätzlichen Modul wächst das Anwendungsspektrum um eine weitere Option für Versuche und Prozessauslegungen. Die Plattform eignet sich damit für Aufgaben, bei denen Mahlverfahren miteinander verglichen oder Prozessdaten für eine spätere Produktion ermittelt werden sollen.

Die Mühle ist für Mahlfeinheiten im Bereich von 50 µm bis 5 mm vorgesehen. Eingesetzt wird sie zur Zerkleinerung weicher bis mittelharter Materialien bis Mohs-Härte 3. Sie kann als sieblose Stiftmühle oder als Schlägermühle betrieben werden. Dafür stehen Schlagscheibe, Pendelschläger oder Plattenschläger zur Verfügung. Die Materialaufgabe erfolgt zentral über eine weit aufschwenkbare Mühlentür. Das unterstützt den Werkzeugwechsel und erleichtert die Reinigung.

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