Neue Elektrostapler für gestiegene Anforderungen
Flurförderzeuge
Steigende Energiekosten, Fachkräftemangel sowie Forderungen nach hoher betrieblicher Sicherheit, Nachhaltigkeit und Produktivität: Die Themen, mit denen sich Logistikverantwortliche in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie konfrontiert sehen, werden nicht weniger. Helfen kann dabei die Integration neuster Fahrzeugtechnik. Ein Beispiel sind die neuen Elektro-Gegengewichtsstapler von Linde Material Handling (MH) im Traglastbereich von 1,0 bis 2,0 Tonnen.

Dank integrierter Lithium-Ionen-Batterie sind die neuen Elektro-Gegengewichtsstapler sehr kompakt (Bild: Linde MH).
Unter allen Flurförderzeugklassen ist dies das mit Abstand größte Marktsegment. Zu den Aufgaben der kompakten, vielseitig einsetzbaren Stapler gehört beispielsweise der Transport von Rohstoffen, Verpackungsmaterialien sowie kleinen Getränkegebinden zwischen Wareneingang, Lager, Produktion und Versand oder die Verladung einzelner Getränkepaletten in Lieferwagen. Nicht wegzudenken sind sie ebenso beim Auffüllen von Regalen oder der Entsorgung von Leergut. Die tägliche Nutzungsdauer reicht von wenigen Einsätzen bis zum Mehrschichtbetrieb mit Lasten an der Traglastgrenze. Andere Einsatzszenarien sind durch enge Platzverhältnisse gekennzeichnet oder es herrschen herausfordernde Umgebungsbedingungen mit Hitze, Kälte, Staub und Schmutz.
Große Modellvielfalt für passgenaue Einsätze
Um für jeden Einsatz ein entsprechend ausgestattetes Fahrzeug anbieten zu können, gibt es insgesamt 26 verschiedene Modelle. Für Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, wo eine besonders hohe Performance verlangt wird bzw. die Fahrzeuge verstärkt im Außenbereich unterwegs sind, wurden zwölf neue Modelle der Reihe »Linde Xi« mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie entwickelt. Weitere 14 Varianten bringen die bisherigen Standard-Elektrostapler »Linde E14« bis »E20« auf den neuesten technologischen Stand. Sie haben den Vorteil, dass die Betreiber nach dem Plug-and-play-Prinzip zwischen Blei-Säure- oder Lithium-Ionen-Batterien wechseln bzw. vorhandene Batterien weiter nutzen können.

Bild: Linde MH.
Verantwortlich für den beachtlichen Effizienzschub der Modelle »Xi10« bis »Xi20« ist die Kombination aus 90-Volt-Lithium-Ionen-Batterie und Synchron-Reluktanzmotor. Dadurch beschleunigt das Fahrzeug in sehr kurzer Zeit auf Höchstgeschwindigkeit und ermöglicht Hub- und Senkgeschwindigkeiten, die bis zu 20 Prozent über Hub- und Senkgeschwindigkeiten mit anderen Antrieben liegen. Das Thermomanagement sorgt dafür, dass durchgängig die volle Motorleistung abgerufen werden kann.
Fortschritte in Ergonomie und Komfort
Die neuen Elektrostaplermodelle helfen aber nicht nur bei der Steigerung von Effizienz und Durchsatz, sondern auch bei Kostenkontrolle und Ressourcenoptimierung. Einen entscheidenden Beitrag leistet der ergonomische Arbeitsplatz. Er reduziert die körperliche Belastung der Mitarbeitenden und sorgt für eine Steigerung von Motivation und Produktivität. Besonders deutlich wird dies bei den neuen Modellen »Xi«, denn die integrierte Lithium-Ionen-Batterie hat zusätzliche konstruktive Spielräume eröffnet. Einstiegsstufe und Fußraum bieten im Endergebnis trotz der kompakten Fahrzeugabmessungen mehr Platz. Hinzu kommt eine größere Kopffreiheit.

Bild: Linde MH.
Ein branchenweites Novum ist zudem die neue Heizung mit einer um 60 Prozent verbesserten Heizleistung und die optional ins Fahrerschutzdach integrierte Klimaanlage. Dämpfungs- und Abkopplungskonzepte an Achsen und Hubmast reduzieren die auf das Fahrpersonal einwirkenden Stöße und Humanschwingungen und verhindern schnelles Ermüden.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist »Steer Control«. Die optionale Ausstattungsvariante ersetzt auf Wunsch als Mini-Wheel oder Joystick das klassische Lenkrad. Der linke Arm des Fahrpersonals ruht dabei auf einer Lehne, das Fahrzeug wird nur mit den Fingern und minimalen Bewegungen gesteuert, was das Personal zusätzlich entlastet.
Mehr Sicherheit und höhere Arbeitsproduktivität
Um Unfälle und Schäden möglichst komplett zu verhindern, sorgt bei den neuen Staplermodellen eine große Zahl serienmäßiger bzw. optionaler Funktionen für einen hohen Schutz des Fahrpersonals und seines Arbeitsumfelds. Aktuelles Beispiel ist »Reverse Assist Radar«: Das Sicherheitsassistenzsystem erkennt sowohl bewegliche als auch statische Objekte hinter dem Stapler und bremst das Fahrzeug im Gefahrenfall rasch bis zum Stillstand ab.

Bild: Linde MH.
Einen weiteren Beitrag zu höherer Produktivität leisten Digitalisierung und durchgängige Vernetzung. Die drahtlose Datenübertragung zwischen Fahrzeugsteuerung und Anwendungen in der Cloud auf einem datengeschützten Server ermöglicht vorausschauende Wartung ebenso wie Software-Updates »over the air (OTA-Updates)«. Weitere Effizienzsteigerungen verspricht die Einbindung der Stapler in digitale Prozessketten mit Warehouse-Management- und Staplerleitsystemen.



