Neues Technikum für Mischtechnikversuche mit ATEX-Option von ystral
Produktionsbereich allgemein
Am Hauptsitz in Ballrechten-Dottingen hat ystral ein neues Technikum eröffnet. Das Versuchsgebäude erweitert die Kapazitäten für Mischtechnikversuche, verarbeitet ein breiteres Rohstoffspektrum und erlaubt nach Prüfung auch Versuche mit brennbaren Medien.

Das neue Versuchszentrum wurde auf rund 150 m² in kompakter Würfelbauweise erstellt und kann um ein weiteres Versuchsgebäude erweitert werden (Bild: Tobias Heink/ystral).
Der Maschinen- und Anlagenbauer ystral hat an seinem Hauptsitz in Ballrechten-Dottingen bei Freiburg ein neues Technikum eingeweiht. Das Versuchsgebäude schafft zusätzliche Kapazitäten für Tests mit Kunden und ermöglicht es, ein breiteres Spektrum an Rohstoffen zu verarbeiten. Unternehmen können dort neue Produkte und Prozesse entwickeln, bestehende Abläufe optimieren, Bedienpersonal schulen sowie Technologien für Misch-, Dispergier- und Pulvereintragsaufgaben testen.
Die Anwendungen richten sich auch an Betriebe aus der Lebensmittelindustrie. Erste Versuche wurden laut Unternehmensangabe bereits durchgeführt. Für die Kunden können die Versuche im Technikum eine belastbare Grundlage für Investitionsentscheidungen und die Auslegung von Prozessanlagen liefern.
Versuche mit brennbaren Medien
Der neue Versuchsplatz erfüllt die gesetzlichen Vorgaben für Explosions- und Gewässerschutz. Die eingesetzten Maschinen sind ATEX-konform ausgeführt. Dadurch sind Versuche mit brennbaren und explosionsfähigen Medien nach Einzelfallprüfung möglich. Installierte Staub- und Gasabsaugungen unterstützen den sicheren Betrieb bei entsprechenden Medien.
Der Versuchsplatz steht Interessenten und bestehenden Kunden zur Verfügung. Anwender müssen während der Tests nicht zwingend vor Ort sein. Sie können Versuche per Livestream aus der Ferne begleiten und die Abläufe damit auch ohne Anreise verfolgen.
Analysen im hauseigenen Labor
Ergänzend zu den Versuchen bietet ystral im hauseigenen Labor verschiedene Analysemöglichkeiten an. Proben lassen sich etwa mit dem Lichtmikroskop untersuchen, möglich sind auch Dichtemessungen sowie Partikelgrößenanalysen mit dynamischer Lichtstreuung. Viskositäten können über verschiedene Messmethoden mit und ohne Temperierung ermittelt werden. Zusätzlich lassen sich Kurven verschiedener Scherraten aufzeichnen.
Die Versuche werden bevorzugt nicht mit Labor-, sondern mit Produktionsmaschinen durchgeführt. Dadurch sollen Ergebnisse entstehen, die sich direkt auf den Produktionsmaßstab übertragen lassen. Für Anwender ist das besonders relevant, wenn Scale-up-Fragen früh geklärt und spätere Anpassungen im Prozess reduziert werden sollen.





