Setzpacken mit 180-Grad-Richtungswechsel

Artikel vom 6. November 2026
Aus- und Einpackmaschinen / Sammelpackmaschinen / Zubehör

Die Krones AG hat mit »Varioline 1M« eine Verpackungsmaschine entwickelt, die Getränkeflaschen in Kästen setzt und den Kastenstrom intern um 180° wendet. Ein- und Auslauf liegen parallel auf einer Maschinenseite, was Layout und Bedienzugang unterstützt.

Die ersten zwei Anlagen dieser Maschinenvariante orderte die Krombacher Brauerei (Bild: Krones AG).

Die ersten zwei Anlagen dieser Maschinenvariante orderte die Krombacher Brauerei (Bild: Krones AG).

Die neue Verpackungsmaschine »Varioline 1M« von Krones konzentriert sich auf das Setzpacken von Behältern oder vorgefertigten Mehrstückpackungen in Kästen. Sie arbeitet einbahnig und erreicht laut Hersteller eine mögliche Maschinenleistung von bis zu 103.000 Behältern pro Stunde, was einer Verpackungsmenge von rund 4300 Gebinden pro Stunde entspricht. Ein Roboter synchronisiert sich direkt auf den laufenden Behälterstrom und nimmt die Gebinde im Fluss auf.

Die kontinuierliche Verarbeitung hat das Ziel, den Prozess zu beschleunigen und zugleich die Produkte zu schonen. Im Vergleich zu konventionellen Packern, bei denen Behälter an einem starren Anlaufbalken stoppen, reduziert das Verfahren laut Angabe des Maschinenbauers Kontaktgeräusche und Flaschenabrieb. Die Maschine übernimmt damit eine Kernfunktion aus dem modularen Verpackungssystem und ist auf die Verarbeitung von Sekundär- und Tertiärverpackungen ausgelegt.

Richtungswechsel im laufenden Betrieb

Die Anlage ist als Kopfmaschine ausgeführt. Dafür wurde das Funktionsprinzip um einen Richtungswechsel im Transport erweitert: Der Kastenstrom wird innerhalb der Maschine um 180° gewendet. Ein- und Auslauf der Transporteure liegen dadurch parallel auf derselben Maschinenseite. Diese Aufstellung kann Platz im Linienlayout sparen und verbessert die Zugänglichkeit für das Bedienpersonal.

Für den Richtungswechsel nutzt die Maschine aktives, kontinuierliches Handling der Kästen. Eine entwickelte Achstechnik positioniert die Gebinde präzise, bevor die Behälter eingesetzt werden. So bleibt die Leistung gegenüber der klassischen Durchlaufvariante erhalten. Die erste Maschine dieser Ausprägung wurde Anfang 2025 in Betrieb genommen.

Kompaktes Layout und bessere Erreichbarkeit

Für Betreiber bietet die Kopfmaschinen-Ausführung Vorteile bei Aufstellung und Bedienung. Anschlüsse werden nur von einer Seite benötigt, während für die Bedienung drei Seiten der Maschine zugänglich bleiben. Das erleichtert den Zugang bei Störungen und verkürzt Wege bei Formatwechseln, weil Rüstteile schneller griffbereit sind.

Die ersten zwei Anlagen dieses Typs orderte die deutsche Krombacher Brauerei. Sie sind Teil einer laufenden Investitionsoffensive im Trockenteil. Seit 2024 wird dort der gesamte Trockenteil von vier Linien im laufenden Betrieb erneuert.

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