Streckblasmaschine

Artikel vom 20. November 2018
KHS präsentierte die fünfte Generation der »Innopet Blomax« auf der BrauBeviale 2018. Bild: KHS

KHS präsentierte die fünfte Generation der »Innopet Blomax« auf der BrauBeviale 2018. Bild: KHS

KHS kann bei der Entwicklung von Streckblasmaschinen auf über 40 Jahre Erfahrung in der PET-Verarbeitung zurückblicken. Mit der »Innopet-Blomax Serie V«-Streckblasmaschine präsentierte das Unternehmen auf der diesjährigen BrauBeviale die neue Generation. Die neue Generation produziert bis zu 90.000 PET-Flaschen pro Stunde in den Größen zwischen circa 0,2 und 3,0 Liter. Dabei soll sie Lightweight- oder Premium-Varianten genauso zuverlässig herstellen wie individuelle Flaschen und Behälter. Je nach Bedarf sind 6 bis 36 Blasstationen möglich, von denen jede mit einer Leistung von bis zu 2500 Flaschen pro Stunde arbeitet. Formatwechsel lassen sich dank der »Quick-Change«-Einrichtung mit nur wenigen Handgriffen innerhalb kurzer Zeit durchführen. Die neue Streckblasgeneration fügt sich nahtlos in die Verblockungsstrategie der KHS-Gruppe ein und lässt sich mit Füller, Etikettierer, der Barrieretechnologie Plasmax oder auch mehreren Modulen zugleich kombinieren.

Die Serie V soll bis zu 40 % Energieeinsparung im Vergleich zu ihrer Vorgängerin durch ein völlig neues Heizkonzept erreichen. Die zentral im geschlossenen Reflektortunnel angebrachten Near-Infrarot-Strahler stehen dabei im Fokus. Im Ofen werden die Preforms links und rechts an den mittig angeordneten Heizstrahlern vorbeigeführt. Das führt zu einem sehr kleinen Abstand der Preforms von nur etwa 18 Millimetern (statt zuvor ca. 37 Millimetern). Dadurch konnte der Hersteller die Anzahl der Heizkästen um bis zu 40 Prozent reduzieren und so, zusammen mit geringeren Strahlungsverlusten, diese hohen Energieeinsparungen erreichen.

Beim neuen Kühlkonzept »Duocooling« versorgt ein externer Kühler zwei unterschiedlich temperierte Kühlkreisläufe. Einerseits für die Bodenform, andererseits für Reckantriebe, Form-Außenschalen und auf Wunsch auch die Schaltschrankkühlung. Diese effiziente Kühlung verhindert unter anderem Kondensation an den Form-Außenschalen und bringt eine weitere Energieeinsparung von bis zu 15 %. Das »Airbackplus«-Luftrückgewinnungssystem für Einsparungen von bis zu 40 Prozent Druckluft ergänzt das Unternehmen bei der Serie V um sein neues »Ecodry«-Luftmanagement. Es nutzt die nach dem Blasprozess und Recycling verbliebene Luft, um im Bereich der Bodenformen und im Blasrad einen separaten Lufttrockner zu ersetzen. Somit ist in Kombination mit »Duocooling« die gesamte Blasform selbst bei ungünstigen klimatischen Verhältnissen kondensations- und korrosionsfrei. Dadurch sollen Anwender mit »Ecodry« bei 5000 Produktionsstunden pro Jahr circa 50.000 Euro einsparen.

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