Flensburger: Richtfest fürs neue Sudhaus, erster Sud im Winter geplant
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Die Flensburger Brauerei feiert am Standort Munketoft 12 einen sichtbaren Baufortschritt: Das neue Sudhaus nimmt Gestalt an. Nach Rohbau, Statik und Gefäßmontage folgen Dach, Glasfront, Innenausbau und technische Anschlüsse. Die Inbetriebnahme ist für Januar 2027 vorgesehen.

V. l.: Christoph Holt, Geschäftsführer Holt & Nicolaisen, Enes Erisgen, Projektleitung, Leitung Produktion und Abfüllung Flensburger Brauerei, Michael Seip, Geschäftsführung Flensburger Brauerei, und Moritz Nölle, Hermann Reese Baugeschäft GmbH (Bild: Flensburger Brauerei).
Die Flensburger Brauerei hat am Standort Munketoft 12 am 4. September 2026 das Richtfest für das neue Sudhaus gefeiert. Vor gut einem Jahr hatte dort in einer Sandgrube der Spatenstich stattgefunden. Inzwischen lässt das Gebäude erkennen, wie das künftige Herzstück der Brauerei aussehen soll. Rund 200 Gäste waren vor Ort, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beteiligte Gewerke und Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer.
Nach den Reden von Michael Seip aus der Geschäftsführung, Enes Erisgen, Projektleiter für das Sudhaus sowie Leiter Produktion und Abfüllung, sowie Christoph Holt, Geschäftsführer von Holt & Nicolaisen, folgte der Richtspruch von Moritz Nölle von der Hermann Reese Baugeschäft GmbH. Bei der Feier wurde deutlich, dass das Bauprojekt auf präzise Planung, handwerkliche Arbeit und die enge Abstimmung vieler Beteiligter angewiesen ist.
Rohbau mit technischer Abstimmung
Besonders der Rohbau brachte nach Angaben aus dem Projektteam anspruchsvolle statische Fragen mit sich. Rohbauunternehmen und Statiker erarbeiteten dafür gemeinsam tragfähige Lösungen. Hinzu kam die Koordination zahlreicher Gewerke, die parallel auf der Baustelle arbeiteten. Architektur, Statik, technische Gebäudeausrüstung, ausführende Betriebe und Sudhausbauer mussten ihre Abläufe entsprechend verzahnen.

Aufplanung Projekt Neues Sudhaus (Bild: Flensburger Brauerei/Holt & Nicolaisen).
Erisgen hob in seiner Rede hervor, dass der Bau nach einem schwierigen Winter wieder im Zeitplan liegt und die Gefäße rechtzeitig eingebracht werden konnten. Er dankte allen Beteiligten für die gemeinschaftliche Leistung. Das Richtfest markiert dabei nicht den Abschluss der Arbeiten, sondern einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Braubetrieb im neuen Gebäude.
Nächste Schritte bis zur Inbetriebnahme
Im September soll das Dach montiert werden. Sobald die Glasfront vollständig installiert ist, beginnt im Oktober der Innenausbau. Bis dahin sollen auch Heizung, Lüftung, Sanitäranlagen und Gebäudeelektrik abgeschlossen sein. Viele der folgenden Arbeiten werden später nicht sichtbar sein, sind für den Betrieb aber entscheidend: Die Braugefäße werden verrohrt, Tanks und Anlagen angeschlossen und die Steuerungstechnik eingerichtet.
Damit entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für die Inbetriebnahme, die im Januar 2027 beginnen soll. Der erste Sud ist für den Winter geplant. Im Betrieb setzt die Brauerei zudem auf Wasser aus der hauseigenen Gletscherquelle, Küstengerste aus Schleswig-Holstein und das Würzekochsystem »Merlin«. Das Sortiment umfasst nach Unternehmensangaben 18 Produkte, darunter »Strand-Lager 0,0« und »Flensburger Küstenlimo«, die in Anlagen für Flaschen mit Bügelverschluss abgefüllt werden.


