Forschung für bessere Vanille-Anbaumethoden

Artikel vom 14. Oktober 2019
Sonstige Roh- und Inhaltsstoffe

Symrise forscht im Norden Madagaskars auf eigens angelegten Feldern zu optimalen Anbaubedingungen für Vanille. Die Ergebnisse sollen helfen, die Erträge zu steigern und die hohe Qualität sicherzustellen. Mittels partnerschaftlicher Zusammenarbeit will das Unternehmen die Expertise aus den Versuchen mit den Farmern vor Ort teilen, um deren Einkünfte und ihre Lebensgrundlage zu verbessern.

Bild: Symrise

Das Unternehmen legt nach eigenen Angaben sehr großen Wert darauf, natürliche Vanille sicher und in hoher Qualität zu beschaffen und die Vanilleschoten sowie die Geschmackslösungen daraus vollständig bis zum Ursprung rückverfolgen zu können. Daher wird seit vielen Jahren mit rund 7000 Kleinbauern in 90 Dörfern im Nordosten Madagaskars direkt zusammengearbeitet. Durch diese enge Kooperation und die permanente Präsenz versteht der Hersteller die Arbeits- und Lebensbedingungen der Farmer vor Ort und will auch, dass sich diese nachhaltig bessern. Das Unternehmen setzt daher ganzjährig Expertenteams vor Ort ein, die eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammenarbeiten. Aus den Ergebnissen des Projekts soll abgeleitet werden, wie sich die Vanille-Erträge und Qualitäten weiter verbessern lassen. Auch will man verstehen, wie die Bauern dieses Wissen auf ihren Vanille-Anbau übertragen und so ihren Lebensstandard anheben können.

Die Felder liegen nahe des Symrise-Werks in Benavony. Im Rahmen des Projekts kombinieren Forscher verschiedene »Lebensräume« für Vanille. Diese erstrecken sich auf ein breites Spektrum von Agro-Forst-Systemen, ein schattenspendendes Gewächshausareal mit sorgfältig gesteuerten Parametern wie Temperatur, Licht oder Feuchtigkeit.

Zu Beginn des Forschungsprojekts 2018 wurde der Fokus zunächst darauf gelegt, wie Setzlinge optimal wachsen. Die Mitarbeiter suchten nach der passenden Bodenstruktur im Hinblick auf Nährstoffe, Sickerfähigkeit und Luftzufuhr. Nach Beendigung der ersten Wachstumsphase wurde damit begonnen, die Pflanzen zu phänotypisieren, also ihr Erscheinungsbild quantitativ zu analysieren und zu vermessen. Die Mitarbeiter vor Ort sahen sich beispielsweise das Wachstum der Blätter genau an. Im nächsten Schritt ermittelten sie die bestmöglichen Rahmenbedingungen für das Ausbilden der Blüten, zum Beispiel zugeführte Wassermengen, Temperaturregulierung sowie das Schneiden der Pflanzen, um das Ansetzen der Blüten zu stimulieren.

Durch das Teilen dieses Wissens mit den örtlichen Kleinbauern erhöht sich deren Ertrag und leistet einen wichtigen Beitrag zu ihrer nachhaltigen Lebensgrundlage. Dies geschieht laut Unternehmensinformation im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, von denen das Ziel Nummer 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele – besonders wichtig genommen wird.

Global gehört das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den wichtigsten Lieferanten von Vanillearomen. Seit 2005 engagiert es sich auf Madagaskar, wo rund 80 % der weltweiten Vanille angebaut werden.

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