Schlauchpumpen: mit Salzlösung gegen Viren

Artikel vom 10. Dezember 2020
Pumpen

Mitten in der Covid-19-Pandemie ist es der Firma Inno-Waterclean aus Gladenbach gelungen, rechtzeitig die Registrierung nach der Biozid-Verordnung für ein neues Hand-desinfektionsmittel zu erhalten.

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Die Anlage zur Produktion des Desinfektionsmittels nutzt wartungsarme Schlauchpumpen. Bilder: Inno Waterclean

Die Anlage zur Produktion des Desinfektionsmittels nutzt wartungsarme Schlauchpumpen. Bilder: Inno Waterclean

Das Unternehmen stellt seit über 20 Jahren Desinfektionsmittel aus Salz, Wasser und Strom in einem speziellen Verfahren her, der Membranzellenelektrolyse. Die in Behältern vorgemischte Oxidationsmittellösung wird dem zu behandelnden Wasser automatisch über eine Dosierpumpe in geeigneten Mengen zugesetzt. Das »Oximat«-System zersetzt dabei die Salzlösung elektrochemisch und erzeugt eine Mischung aus leistungsstarken, aber natürlichen Desinfektionsprodukten. Das Ergebnis ist ein spezielles Natriumhypochlorit, das in verschiedenen Rezepturen den jeweiligen Anwendungen angepasst wird. So ist es zum Beispiel für die Flächendesinfektion, für die Desinfektion von Trinkwasserleitungen, als Wundspülung für Mensch und Tier oder zur Beseitigung von Gerüchen erhältlich. Das neue Handdesinfektionsmittel »Oxilite H« (BAUA Reg. N-86926) ist eine fertige Anwenderlösung und wirkt nachweislich und durch Gutachten bestätigt gegen Bakterien, Viren und Sporen.

Um dem anhaltend steigenden Bedarf gerecht zu werden, hat auch Inno-Waterclean die Produktion um ein Vielfaches erhöhen müssen. Dafür setzt das Unternehmen Pumpen und Zubehör von ihrem langjährigen Lieferanten LDT Dosiertechnik aus Hamburg ein. Aufgrund eines großen Warenlagers und vorausschauender Überlegung, wie das Geschäft trotz aller Einschränkungen in der Corona-Pandemie weiterlaufen kann, ist LDT immer noch in der Lage, kurzfristig die benötigten Produkte zu liefern.

Die verwendeten Etatron-Schlauchpumpen, geliefert von LDT, sind wartungsarm und trockenlaufsicher.

Die verwendeten Etatron-Schlauchpumpen, geliefert von LDT, sind wartungsarm und trockenlaufsicher.

So kommen in den Produktionsanlagen Schlauchpumpen des Typs »B3-V 12/1« von Etatron aus Italien zum Einsatz, um die Salzlösung aus den Dosierbehältern in die Anlagen zu fördern.

Die Förderleistung der Schlauchpumpen ist durch ein Potenziometer präzise und auch für sehr geringe Mengen einstellbar. Die geringe Baugröße ermöglicht es, die Pumpen an nahezu jeder gewünschten Position zu montieren. Durch die einfache und effektive Konstruktion haben die Pumpen einen minimalen Wartungsbedarf und sind sehr servicefreundlich. Sie können bei richtiger Auslegung an die Betriebsbedingungen im Dauerbetrieb eingesetzt werden und sind trockenlaufsicher. Es sind mehrere Schläuche aus verschiedenen Materialien verfügbar, sodass die Schlauchpumpen an viele Fördermedien angepasst werden können. Der Förderschlauch in der Pumpe wird durch einen vierteiligen Rollenstern bearbeitet, was vorteilhaft für eine konstante Dosierung mit nur geringer Pulsation ist. Durchflussmesser, Salzsole- und Dosierbehälter, LPDE-Schläuche und PVDF-Anschlüsse für die Dosierleitungen vervollständigen die Lieferungen.

»Wie alle Mitbürger, sind auch wir von der Coronawelle überrascht worden. Doch wir befanden uns in der glücklichen Situation, im richtigen Moment die Registrierung nach der Biozid-Verordnung für unser ›Oxilite H‹ zu erhalten. Die plötzliche und überwältigende Nachfrage nach unserem Desinfektionsmittel konnte nur durch die Unterstützung und schnelle Lieferung von Pumpen der Firma LDT bewältigt werden. So können wir nun Apotheken, Behörden wie das Landgericht und die Bundespolizei, Verkehrsbetriebe und natürlich auch Firmen sowie Privatleute beliefern. Selbst das Auswärtige Amt erhält unser Mittel für die deutschen Botschaften. Wir können so in dieser schwierigen Situation unseren Beitrag leisten«, erläutert Manfred Selmer, Eigentümer von Inno-Waterclean.

Inno-Waterclean und auch andere kleine sowie mittelständische Hersteller von ECA-Produkten (elektro-chemisch aktiviertes Wasser) können die Nachfrage nach dringend benötigtem Handdesinfektionsmittel entschärfen. Es ist dafür nicht notwendig, allein alkoholbasierte Desinfektionsmittel einzusetzen, auch wenn die Biozid-Verordnung einen geringen Anteil an Alkohol/Ethanol vorschreibt. Eine biologische Lösung aus Salz, Wasser und Strom sowie das entsprechende Knowhow sind bereits eine wirksame Mischung.

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