Sudhaus-Automatisierung
Prozessautomatisierung
Mithilfe der Prozesssteuerungssoftware »Minglecontrol« von DriveCon hat die Warburger Brauerei ihr Sudhaus schrittweise modernisiert. Die browserbasierte Lösung bietet dabei Batchmanagement und digitale Prozessüberwachung.

Produktionsdaten sind jetzt jederzeit abrufbar und lassen sich mit wenigen Klicks exportieren (Bild: DriveCon).
Die Warburger Brauerei hat ihr Sudhaus aus dem Jahr 1970 mit der Prozesssteuerungssoftware »Minglecontrol« von DriveCon modernisiert. Ziel war es, bestehende Anlagentechnik schrittweise zu automatisieren und gleichzeitig den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten.
Bis zur Modernisierung erfolgte die Steuerung des Sudhauses vollständig manuell über Schalter, Taster und Regler, während Produktionsdaten überwiegend handschriftlich dokumentiert wurden. Im ersten Ausbauschritt automatisiert die Prozesssteuerungssoftware die Prozesse von der Nassschrotung bis zum Ausschlagen der Würze in den Whirlpool. Rezepte werden digital verwaltet, Produktionsabläufe reproduzierbar gesteuert und Prozessdaten automatisch dokumentiert. Das integrierte Batchmanagement unterstützt eine gleichbleibende Produktqualität sowie die Planung von Suden und Reinigungsprozessen.
Für die Modernisierung vorhandener Anlagentechnik wurden Kalt- und Warmwassertanks mit Sensoren für Füllstand und Temperatur ausgestattet. Zusätzlich wurde ein Energiemessgerät über Profinet in die Steuerung eingebunden. Dadurch lassen sich Prozess- und Verbrauchsdaten zentral erfassen und auswerten. Die Bedienung erfolgt über eine browserbasierte Oberfläche auf PC, Tablet oder Smartphone.
Auch wurde die betriebliche Abwasseranlage in das System integriert. Füllstände, pH-Werte und Abwassermengen werden kontinuierlich überwacht. Bei kritischen Werten versendet das System automatisch Push-Benachrichtigungen. Die täglichen Abwassermengen werden per E-Mail automatisiert an den zuständigen Abwasserbetrieb übermittelt. Nach Angaben der Brauerei konnte der Arbeitsaufwand im Sudhaus durch die erste Ausbaustufe um rund 50 % reduziert werden. Weitere Produktionsbereiche sollen künftig schrittweise in die Software integriert werden.



