VdF veröffentlicht erste Marktzahlen für 2020

Artikel vom 29. April 2021
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Die Mitglieder des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) blicken nicht nur pandemiebedingt auf ein turbulentes Jahr 2020 zurück.

2021 sank der Pro-Kopf-Saftverbrauch um 0,5 Liter (Bild: VdF).

2021 sank der Pro-Kopf-Saftverbrauch um 0,5 Liter (Bild: VdF).

Im ersten Lockdown 2020 griffen die Verbraucherinnen und Verbraucher verstärkt zu Fruchtsaft. Im ersten Quartal 2020 konnte laut VdF sogar ein Anstieg von 10 % festgestellt werden. Dieser positive Trend im Lebensmittelhandel setzte sich im Laufe des Jahres auf etwas niedrigerem Niveau zwar fort, konnte aber die hohen Absatzeinbußen der Branche in der Gastronomie nur teilweise ausgleichen. Bezogen auf den Pro-Kopf-Konsum resultierte das für Fruchtsaft und Fruchtnektar in einem Rückgang von 0,5 Litern auf 30 Liter im Vergleich zum Vorjahr.

Als erfreulich vermeldet der Verband die Entwicklung im Segment Direktsäfte. Gekühlte Direktsäfte verzeichneten einen Zuwachs von 11,4 %, die ungekühlten wuchsen um 5,3 %. Bei den Lieblingssorten kann Orangensaft seine Spitzenposition ausbauen, sein Anteil am Gesamtmarkt wird jetzt mit 34,5 % beziffert, gefolgt von Apfelsaft mit 27,8 % und Multivitaminsaft mit 14,2 %.

Bei Verpackungen konnte der Verband einen Trend zu Glas-Mehrweg-Gebinden feststellen. Mit dem Zuwachs von 16 % lag der Anteil des verbandseigenen VdF-Mehrweg-Glas-Gebindes am Gesamtmarkt bei rund 13 %.

Apfelsaft-Keltersaison 2020: Deutlich niedriger als erwartet

Von den 400 Mio. Liter Apfelsaft, die im vergangenen Jahr gekeltert wurden, waren rund 350 Mio. Liter konventionelle Ware und 51 Mio. Liter Bioware. Die Ernteerwartungen lagen im Juli 2020 jedoch bei rund 850.000 Tonnen und ließen eine höhere Keltermenge erwarten, aber die unzureichende Wasserversorgung im August und September reduzierte das Wachstum der Äpfel. Der Verband gibt an, dass jeder fehlende Zentimeter im Durchmesser der Äpfel rund 30 % Einbuße an Saftmenge bedeutet. Zudem setze sich die Überalterung der Streuobstbäume unvermindert fort.

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